Mai 2008

Anti-Filesharer schießen Internet-TV-Anbieter ab

Verfasst von XerraX am 30 Mai, 2008 - 11:25
Revision3Am vergangenen Wochenende verzeichnete Revision3 , ein Anbieter von Internet-TV, den Zusammenbruch seines gesamten Netzwerkes. Die Ursache wurde nun in den Aktivitäten von MediaDefender  ausgemacht, einer Firma, die Filesharing-Netze bekämpft.

Revision3 betreibt einen eigenen BitTorrent-Tracker, über den ein Teil der Inhalte verbreitet wird. Durch die Nutzung der P2P-Technologie können die Traffic-Kosten so insbesondere bei größeren Videos begrenzt werden. Die MediaDefender-Systeme sehen aber offenbar in jedem BitTorrent-Anbieter einen Urheberrechtsverletzer und starteten eine massive DoS-Attacke.

In den Log-Files der Revision3-Server wurden über 8.000 eingehende Anfragen pro Sekunde verzeichnet. Die Herkunft der Datenpakete konnte man zu MediaDefender zurückverfolgen. Die Firma arbeitet im Auftrag der Medienindustrie. Sie stellt unter anderem beschädigte Dateien in P2P-Netzen bereit und versucht diese, in Suchmaschinen möglichst hoch zu platzieren. Nutzern soll so die Lust an der illegalen Beschaffung von Inhalten genommen werden.

Das Unternehmen betreibt dafür einen Server-Park mit 2.000 Geräten und einer Netzanbindung mit 9 Gigabit pro Sekunde. Von hier aus werden auch DoS-Angriffe auf Angebote gefahren, die vom Ausland aus geschützte Inhalte anbieten, oder wie BitTorrent-Tracker den Zugriff auf diese ermöglichen.

Nach Angaben von Revision3 waren durch den Angriff auch die Web-Seite des Unternehmens, der RSS-Server und die internen E-Mail-Systeme betroffen. Der Vorfall wird nun durch die US-Bundespolizei FBI untersucht. MediaDefender könnte sich so demnächst wegen Verstoß gegen Gesetze wie den Economic Espionage Act und den Computer Fraud and Abuse Act, in denen Angriffe auf fremde Computer-Systeme strafrechtlich geregelt sind, verantworten müssen.

Quelle: WinFuture

Woher kamen unsere Besucher im Mai?

Verfasst von XerraX am 30 Mai, 2008 - 08:30

Klage gegen AllOfMp3.com gestoppt

Verfasst von XerraX am 26 Mai, 2008 - 18:55
JustiziaNachdem die Musikindustrie im vergangenen Jahr mit allen Mitteln gegen das russische Musik-Download-Portal AllOfMp3.com vorgegangen war, wurde die von den vier großen Plattenfirmen angestrengte Klage wegen Urheberrechtsverletzungen nun zurück gezogen.

Sony BMG, Warner Music, Vivendi und EMI hatten im Dezember 2006 eine Klage gegen AllOfMp3.com eingereicht, weil man dem russischen Portal massive Verstöße gegen das Urheberrecht vorwarf. Warum die Plattenfirmen ihre Klage nun freiwillig zurück gezogen haben, wurde nicht bekannt.

Ein Sprecher der Recording Industry Association of America (RIAA), der wohl wichtigsten Lobbyorganisation der Musikkonzerne, erklärte aber gegenüber dem US-Nachrichtensender Bloomberg, dass AllOfMp3.com mittlerweile nicht mehr funktioniert und sein Geschäft eingestellt hat - seinen Angaben zufolge alles Ergebnis einer erfolgreichen Anti-Piraterie-Initiative.

Die Musikkonzerne hatten AllOfMp3.com einst vorgeworfen, durch die Verbreitung von Musik-Downloads zu besonders günstigen Preisen gegen das Urheberrecht zu verstoßen. Die Betreiber des Portals hatten stets dagegen gehalten und behauptet, sie würden die in Russland - wo sich der Firmensitz befand - üblichen Urheberrechtsabgaben zahlen.

In ihrer Klage hatten die Labels behauptet, dass AllOfMp3.com ein "riesiger Schwarzmarkt" sei, der jährlich 30 Millionen US-Dollar durch illegale Downloads verdiene. Die Aufregung um das Portal ging sogar soweit, dass die Bush-Regierung damit drohte, ihr Veto gegen Russlands Beitritt zur Welthandelsorganisation einzulegen, wenn es nicht geschlossen würde.

Tatsächlich gab es aber offenbar wenig, was man den Betreibern letztlich an Rechtsverstößen nachweisen konnte. Der Besitzer des Angebots, Denis Kvasov, wurde schon im August 2007 von einem Moskauer Gericht frei gesprochen - aus Mangel an Beweisen. Heute werden über AllOfMp3.com lediglich Nachrichten zum Gebahren der Musikindustrie verlinkt.

Nach Angaben des Anwalts von MediaServices, dem Unternehmen, das AllOfMp3.com betrieb, hatten die Musikfirmen das Verfahren ohnehin nie richtig auf den Weg gebracht. Ihre Entscheidung, die Klage nun zurück zu ziehen, sei vielleicht ein "seltener Sieg der Vernunft", ließ er verlauten. Inzwischen betreibt das Unternehmen ein neues Angebot namens MP3Sparks.

Quelle: WinFuture

Atari-Gründer setzt auf Hardware Kopierschutz

Verfasst von XerraX am 26 Mai, 2008 - 10:35
PiraterieDie Spieleplattform der Zukunft ist der PC - jedenfalls dann, wenn in Asien und Indien Durchbrüche beim Kopierschutz gelingen. Das sagt Nolan Bushnell, Gründer von Atari, laut Gamesindustry.biz. Er setzt auf digitales Rechtemanagement durch TPM-Chips, die fest auf neuen Motherboards installiert sind.
Das weitgehende Scheitern von Kopierschutzmaßnahmen im Bereich Film- und Musikrechte schreckt Nolan Bushnell nicht: "Spiele sind ein anderes Ding, weil sie so eng mit dem Programmcode verknüpft sind. Durch TPM werden wir Softwarepiraterie im Spielebereich tatsächlich vollständig stoppen können". Mit TPM meint Bushnell das sogenannte "Trusted Platform Module", das als Teil der von Firmen wie Intel, Microsoft und Sun gegründeten Trusted-Computing-Group (TCG) unter anderem für den besseren Schutz von geistigem Eigentum sorgen soll.

Im Fokus von Bushnell stehen vor allem der indische und chinesische Markt, wo es Spielkonsolen wegen ihrer vergleichsweise hohen Hard- und Softwarepreise schwer haben. PCs sind immer weiter verbreitet, allerdings gibt es derzeit das Problem einer extrem hohen Anzahl an Schwarzkopien. Bushnell ist der Meinung, dass Spiele mit TPM-Unterstützung "von Leuten aus dem Internet nicht zu cracken sind".

Bushnell sprach laut einem Artikel von Gamesindustry.biz während einer Konferenz der Investmentfirma Wedbuch Morgan Securities. Er verwies darauf, dass "die meisten Computer heutzutage mit TPM auf dem Motherboard" ausgeliefert werden. Das hatten viele Hersteller von Hauptplatinen angekündigt, doch selbst einige neue Motherboards erscheinen noch ohne den Chip. Vor allem Bussiness-Notebooks werden heute mit einem TPM ausgestattet.

Auf weitere rechtliche, technische und gesellschaftliche Probleme von Digital-Rights-Maßnahmen wie dem TPM-Chip ging Bushnell nicht ein.

Quelle: Golem

Hersteller von PC-Spielen selbst schuld an der Misere?

Verfasst von XerraX am 23 Mai, 2008 - 14:15
ValveNachdem die Macher des Taktik-Shooters Crysis vor kurzem den PC als Spieleplattform in Frage stellten - vor allem weil die Piraterierate sehr hoch sein soll - kam einmal mehr die Diskussion auf, ob der PC in einer Zeit, in der immer mehr Spielehersteller auf Konsolen setzen, noch zum Gaming-Gerät taugt.

Jetzt mischt sich auch der Spielehersteller Valve ein, der unter anderem für seine Half-Life Serie bekannt ist. Unternehmenschef Doug Lombardi erklärte gegenüber ShackNews, dass der PC zur Zeit keine schlechtere Spieleplattform darstellt als noch vor Jahren - im Gegenteil. Valve geht es seinen Angaben zufolge trotz der Konzentration auf den PC bestens, auch weil man sich nach dem richtet, was der Markt her gibt.

Lombardi geht davon aus, dass Valve deshalb so gut da steht, weil man mit Hilfe der Steam-Plattform alle sechs Monate neue Daten über die aktuelle Hardware-Ausstattung der Spiele-Fans sammelt. Aufgrund dieser Daten lassen sich die hauseigenen Spiele der Leistung der Rechner anpassen, so dass sie von einem möglichst großen Publikum genutzt werden können.

Der Valve-Chef warf anderen Spielehersteller vor, solche öffentlich verfügbaren Statistiken bei der Entwicklung neuer Titel nicht zu berücksichtigen. Dadurch würden oft zu hohe Anforderungen an die Hardware gestellt, weil die Hersteller immer unbedingt möglichst "die beste Grafik und die schönsten Screenshots" abliefern wollen, um so in der Presse perfekt da zu stehen, statt sich nach den tatsächlichen Gegebenheiten auf dem Markt zu richten.

Letztlich würden die neuen Spiele dadurch zwar von der Presse hoch gelobt, andererseits schließen die Entwickler damit aber auch bis zu 80 Prozent der Gaming-Fans aus. Da brauche man sich über ausbleibende Umsätze dann nicht mehr wundern, so Lombardi weiter. Für all das Gerede um das Aussterben des PCs als Spieleplattform hat er nur wenig übrig.

Es handele sich lediglich um ein vorübergehendes Phänomen, das unter anderem darauf zurück zu führen ist, dass die Konsolenhersteller wie Microsoft und Sony kräftig die Werbetrommel für ihre Produkte rühren. Die großen PR-Teams von Xbox 360 und PlayStation 3 hätten im PC-Bereich einfach kein Gegenstück.

Zudem erwartet er, dass die aktuellen Konsolen mit fortschreitendem Alter wieder an Attraktivität verlieren, da die Entwicklung der Spiele für den PC mit der immer besser werdenden Hardware geht. Gerade Titel wie das kommende Spore oder die geplanten Spiel der Doom-Erfinder von id Software seien Hoffnungsträger.

Das Interview mit Lombardi geht auch auf diverse weitere Themen ein. Unter anderem kommentiert er die Gründung der PC Gaming Alliance, wie Verkaufsstatistiken ein falsches Bild zeichnen können und was die Hardwarehersteller mit der Entwicklung neuer Spiele zu tun haben.

Quelle: WinFuture

Keine Zwangsabschaltung für Filesharer

Verfasst von XerraX am 23 Mai, 2008 - 14:10
Ein Zusammenschluss von Netzbetreibern und Internet-Unternehmen hat sich gegen die zwangsweise Stilllegung von Internet-Zugängen bei Urheberrechtsverletzungen in Tauschbörsen ausgesprochen. Entsprechende Forderungen der Musikindustrie seien ein massiver Grundrechtseingriff.

Anlässlich der heute anstehenden Verabschiedung des "Gesetzes zur Verbesserung der Durchsetzung von Rechten des geistigen Eigentums" durch den Bundesrat, forderten mehrere ITK-Branchenverbände weiter gehenden Forderungen der Musik- und Filmindustrie eine Absage zu erteilen. Mit dem Durchsetzungsgesetz sei ein gerade noch vertretbarer Kompromiss bei der Bekämpfung von Urheberrechtsverletzungen gefunden worden.

Die Rechteinhaber würden diesen mit einseitigen Forderungen nach einer zwangsweisen Stilllegung von Internetzugängen als Reaktion auf mutmaßliche Urheberrechtsverletzungen wieder in Frage stellen. Dies würde nicht nur massive Grundrechtseingriffe bedeuten, sondern zugleich auch der wirtschaftlichen Entwicklung der Informations- und Kommunikationstechnologien Schaden zufügen, hieß es in der Stellungnahme.

Diese wurde unterzeichnet vom Verband Deutscher Kabelnetzbetreiber (ANGA), dem Bundesverband Breitbandkommunikation (BREKO), dem Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW), der Initiative Europäischer Netzbetreiber (EIN), dem Verband der deutschen Internetwirtschaft (eco) und dem Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM).

Quelle: WinFuture

100 Mio. $ Schadenersatz von Pirate Bay gefordert

Verfasst von XerraX am 20 Mai, 2008 - 12:55
Pirate BayDer selbsternannte Web-Sheriff John Giacobbi, dessen gleichnamiges Unternehmen Dienstleistungen zur Bekämpfung von Urheberrechtsverletzungen anbietet, will die Betreiber des weltgrößten BitTorrent-Trackers "The Pirate Bay" auf Schadenersatz in Höhe von 100 Millionen US-Dollar verklagen.

Dazu will er sowohl in den USA, als auch in Schweden, wo "The Pirate Bay" beheimatet ist, Klage einreichen. Er geht nach eigenen Angaben wegen Werken von Künstlern wie Prince, The Village People, Bob Marley, UB40 und Michael Jackson gegen den Tracker vor, zu deren illegaler Verbreitung die Schweden beigetragen haben sollen.

Giacobbi hatte seine Pläne schon im Februar bekannt gegeben, damals aber keine Angaben zu den konkreten Forderungen gemacht. Angeblich wollte er auch die bekannte Gruppe ABBA überzeugen, sich an den Klagen zu beteiligen, weil die Musiker für "die Erfolge der schwedischen Musikindustrie" stehen sollen.

Die Betreiber von "The Pirate Bay" reagierten wie immer eher amüsiert. Sie wiesen darauf hin, dass es keinen Sinn macht, Klagen in anderen Ländern als Schweden einzureichen. Offensichtlich sei der so genannte Web-Sheriff nur darauf aus, möglichst viel Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Unterdessen gehen die in Schweden bereits laufenden Prozesse weiter. Unter anderem verlangt die Musik- und Filmindustrie in einem der Verfahren rund 12 Millionen Euro. Die Macher entgegneten dem ihrerseits mit Anzeigen gegen verschiedene Vertreter der Medienfirmen und einen Polizisten, der bestochen worden sein soll.

Quelle: WinFuture

BitTorrent-Portal Mininova soll abgeschaltet werden

Verfasst von XerraX am 20 Mai, 2008 - 12:50
Auch in den Niederlanden geht die Musik- und Filmindustrie derzeit gegen einen BitTorrent-Tracker vor. Der dortige Lobbyverband BREIN will nach eigenen Angaben eine Verfügung gegen den Tracker "Mininova" erwirken, die dafür sorgen soll, das der Betrieb eingestellt werden muss.

Mininova war 2005 als Nachfolger des 2004 geschlossenen Suprnova.org gestartet, welches wegen rechtlichen Problemen abgeschaltet worden war. Derzeit werden über Mininova pro Monat angeblich rund fünf Milliarden Downloads gestartet. Insgesamt soll der Dienst monatlich von rund 30 Millionen Nutzern frequentiert werden.

BREIN geht davon aus, dass der Betreiber von Mininova durch die Vermarktung von Werbung auf seinen Seiten monatlich tausende Euro einnimmt. Zu den Werbetreibenden gehören angeblich auch angesehene Unternehmen, darunter auch die niederländische Rabobank. Insgesamt 90 Prozent der bei Mininova angebotenen Musik soll aus illegalen Quellen stammen.

Musik-Downloads machen aber nur einen vergleichsweise kleinen Teil aller über Mininova heruntergeladenen Werke aus. Rund 60 Prozent aller Downloads sind Videos verschiedenster Art. Der Lobbyverband sieht sich vor allem deshalb zu rechtlichen Schritten gezwungen, weil Verhandlungen über eine Art Urheberrechtsfilter erfolglos verliefen.

Erik Dubbelboer, der Mininova betreibt, sieht sich für eine drohende Gerichtsverhandlung gut gerüstet. Bei seinem Angebot werden ähnlich wie beim bekannten Videoportal YouTube urheberrechtlich geschützte Inhalte auf Anfrage sofort gelöscht. Fordert ein Rechteinhaber also die Entfernung eines Torrent-Links, kommt Mininova dem ohne Einwände nach.

Dubbelboer sieht keine Möglichkeit, ein Filtersystem zu installieren. Mininova sei einfach zu groß, um jede Datei zu filtern, erklärte er gegenüber niederländischen Medien. Das Löschen auf Anfrage sei der einzig gangbare Weg, argumentierte er. BREIN hatte mit ihm zuvor gut eineinhalb Jahre lang um ein Filtersystem verhandelt.

Quelle: WinFuture

Rumänische Polizei hebt Phishing-Gruppe aus

Verfasst von XerraX am 20 Mai, 2008 - 12:50
JustiziaIn Rumänien hat die Polizei einen Phishing-Ring ausgehoben. 38 Verdächtige sollen sich in größerem Stil Zugangsdaten und persönliche Informationen aus dem Internet beschafft haben. Diese wurden anschließend für andere Straftaten missbraucht.

Nach Angaben der Polizei verschafften sich die mutmaßlichen Täter Namen, Kreditkartennummern, Sozialversicherungsnummern und andere Daten von tausenden Internet-Nutzern. Schätzungen zufolge hätten sie mit den Informationen Schaden in Höhe mehrerer Millionen Dollar anrichten können.

Die Hälfte der Beschuldigten kommt aus Rumänien. Diese arbeiteten aber auch mit Partnern in den USA, in Kanada, Portugal und Pakistan zusammen. Um an die Nutzerdaten zu kommen, verschickten sie vor allem Phishing-Mails, in denen den Anwendern Informationen von ihrer Bank vorgegaukelt wurden. Links führten anschließend zu gefälschten Web-Seiten, auf denen Zugangsdaten abgefragt wurden.

Bei den Ermittlungen arbeitete die rumänische Polizei eng mit US-Behörden zusammen. Ein Großteil der Opfer soll auch aus den USA stammen. In welchem Umfang die persönlichen Daten bereits missbraucht wurden, ist noch nicht bekannt.

Gegen die Mitglieder des Rings wird nun in ihren jeweiligen Ländern Anklage erhoben. Die Vorwürfe lauten auf Identitätsdiebstahl, Bankbetrug und Beteiligung an organisierter Kriminalität.

Quelle: WinFuture

Tausende Web-Seiten in China stehen unter Beschuss

Verfasst von XerraX am 19 Mai, 2008 - 21:15
ChinaTausende Web-Seiten im chinesischsprachigen Raum wurden in den letzten Tagen Opfer von Attacken. Per SQL-Injection infizierten die Angreifer die Angebote mit Malware-Scripten, die sich letztlich auf den Rechnern der Nutzer einnisten sollen.

Die ersten Hacks wurden am 13. Mai verzeichnet. Ursprung war eine Server-Farm in China. Seitdem dauern die Attacken an.

Wie die taiwanische Sicherheitsfirma Armorize Technologies mitteilte, löschen die Angreifer wahllos Seiten, wenn ihnen die Integration von Schadcode nicht gelingt.

Bei SQL-Injections wird versucht, über Formularfelder Code in eine Web-Anwendung einzuschleusen, der von der dahinter liegenden Datenbank ausgeführt wird. So können entweder eigene Inhalte gespeichert oder Informationen zugänglich gemacht werden.

Allein in der letzten Woche zählten Sicherheitsexperten rund 10.000 betroffene Web-Auftritte. Unter den Betroffenen waren auch größere Firmen wie eine Immobilien- und eine Auto-Plattform.

Quelle: WinFuture

Hacker-Gruppe D.O.M dingfest gemacht

Verfasst von XerraX am 19 Mai, 2008 - 16:00
JustiziaDie spanische Polizei hat am Wochenende fünf mutmaßliche Hacker festgenommen. Diesen wird der Einbruch in zahlreiche Web-Seiten vorgeworfen. Sie arbeiteten als Gruppe unter dem Pseudonym "D.O.M" zusammen und sind zwischen 16 und 19 Jahre alt.

Nach Angaben der spanischen Polizei sollen die mutmaßlichen Täter insgesamt rund 21.000 Web-Seiten kompromittiert haben. Dabei wurden Botschaften hinterlassen und Online-Services sabotiert.

Geschädigt wurden Telekommunikationsunternehmen, Regierungsinstitutionen und Parteien in mehreren Ländern. Auch in die Systeme der US-Weltraumbehörde NASA seien die Verhafteten eingebrochen. Zum finanziellen Volumen des Schadens wurden noch keine Angaben gemacht.

Nach Angaben der spanischen Tageszeitung 'El Mundo' hätte die Gruppe nicht aus kriminellen Motiven gehandelt. Ein Redakteur der Publikation hatte im März Kontakt zu D.O.M. Dabei betonten die Mitglieder, dass es ihnen lediglich darum ginge, Administratoren Schwachstellen in ihren Anwendungen aufzuzeigen.

Die Behörden nahmen gezielte Ermittlungen gegen die Gruppe auf, nachdem kurz nach den Wahlen in Spanien Anfang März die Web-Seite der Partei Izquierda Unida kompromittiert wurde. Den Hackern drohen nun Freiheitsstrafen von maximal ein bis drei Jahren.

Quelle: WinFuture

Safari wegen fehlender Download-Abfrage unsicher

Verfasst von XerraX am 16 Mai, 2008 - 14:45
Wer den Apple-Browser Safari einsetzt, holt sich möglicherweise unbeabsichtigt Schadsoftware auf den Rechner, weil beim Starten eines Downloads keine Nachfrage erfolgt. Vor diesem Szenario warnt derzeit der Sicherheitsexperte Nitesh Dhanjani.

Seiner Meinung nach stellt das Fehlen einer Download-Bestätigung ein Sicherheitsrisiko dar. Während Firefox und der Internet Explorer stets eine Bestätigung des Nutzers verlangen, bevor sie Dateien auf dem PC speichern, lädt Safari die Dateien einfach auf den als Standard-Speicherort festgelegten Desktop oder den Download-Ordner des Mac.

safari-bug

In seinem Weblog beschreibt Dhanjani im Eintrag Safari Streubombe, wie eine speziell präparierte Website problemlos Downloads auslösen kann, die auf dem Desktop von Windows landen. Bei Apple will man an diesem Verhalten zunächst nichts ändern. Es handelt sich nach Einschätzung des Unternehmens nicht um ein Sicherheitsrisiko.

Stattdessen habe man den Safari-Entwicklern den Verbesserungsvorschlag unterbreitet, eine Abfrage vor Downloads einzubauen, hieß es. Nach Angaben von Dhanjani geht vor allem deshalb eine Gefahr davon aus, weil Safari den Anwender auch nicht warnt, wenn eine lokale Quelle versucht Client-seitiges Scripting auszulösen.

Apple will seinen Angaben zufolge nun über eine Art "sicheren Modus" für lokal gespeicherte HTML-Dateien nachdenken. Obiger Screenshot zeigt die Auswirkungen des Problems anhand eines Testbeispiels.

Quelle: WinFuture

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