Irische Provider erteilen der Musikindustrie eine Absage
Nachdem bereits eine der größten Telekommunikationsanbieter Irlands vor Gericht einknickte und Zugeständnisse an die Musikindustrie machen musste, haben sich nun in Irland mehrere Internet-Provider zur ISPAI zusammengeschlossen und machen gemeinsam gegen die Einführung der so genannten "Three Strikes"-Regelung gegen Filesharing-Nutzer mobile.
Mit einem offenen Brief an den irisichen Musik-Branchenverband IRMA stellten sie klar, dass man das gesetzlich geregelte Recht auf Datenschutz nicht ignorieren werde, um die Musikindustrie in ihrer Kampagne gegen den illegalen Austausch urheberrechtlich geschützter Dateien zu unterstützen.
Die IRMA hatte sich im Februar an die Provider gewandt und gefordert, dass diese "Three Strikes" freiwillig umsetzen. Außerdem wurde die Sperrung von Webseiten wie "The Pirate Bay" gefordert, die Anwendern den Zugang zu urheberrechtlich geschützten Inhalten ermöglichen.
Die Mitglieder des Verbandes hätten mehrheitlich dafür votiert, den Datenschutz und den freien Zugang zu Informationen im Internet zu achten. Man äußerte außerdem Bedauern darüber, dass die Musikindustrie das große Potenzial des Internet für neue Geschäftsmodelle und die direkte Interaktion mit ihren Kunden nicht erkenne.
- Anmelden oder Registrieren um Kommentare zu schreiben