Nutzerin erstreitet 100.000 Dollar von Musikindustrie
Der Branchenverband der US-Musikindustrie RIAA muss im Rechtsstreit mit der Internet-Nutzerin Tanya Andersen 108.000 Dollar zahlen. Ein entsprechendes Urteil von James A. Redden, Bezirksrichter im Bundesstaat Oregon, wurde nun veröffentlicht.Andersen wurde im Jahr 2005 von der Musikindustrie verklagt. Der Vorwurf: Sie habe weit über tausend Songs über die Filesharing-Plattform Kazaa zum Download angeboten. Im letzten Jahr musste die RIAA die Klage allerdings zurückziehen, nachdem sich auf der Festplatte der Angeklagten, keine Hinweise auf die Nutzung einer Tauschbörse finden ließen.
Andersen ging daraufhin zum Gegenangriff über. Sie reichte Klage wegen Betrugs, Verletzung der Privatsphäre, Rechtsmissbrauchs und elektronischem Hausfriedensbruch gegen den Branchenverband ein. 300.000 Dollar forderte sie als Entschädigung.
Die Anwälte der Musikindustrie bezeichneten diese Summe allerdings als "maßlos". Maximal 30.000 Dollar zur Deckung der Prozesskosten sei man bereit zu zahlen. Mit etwas mehr als 100.000 Dollar setzte der Richter nun eine mittlere Summe fest.
Quelle: WinFuture
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